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03.08.2026
Swiss Medical Network

«Science & Innovation» Nr. 17 - Sommer Edition 2026

Die Onkologie tritt in eine Phase ein, in der Fortschritte zunehmend von der Fähigkeit abhängen, wissenschaftliche Innovation, klinisches Fachwissen und institutionelle Zusammenarbeit miteinander zu verbinden. Von der Immuntherapie über personalisierte Impfstoffe bis hin zur translationalen Forschung, dem Wohlbefinden der Fachkräfte und der künstlichen Intelligenz – die Zukunft der Krebsbehandlung wird auch von unserer Fähigkeit geprägt sein, diese Elemente in kohärente und patientenzentrierte Strategien zu integrieren. Diese Ausgabe des Newsletters, die sich den onkologischen Strategien widmet, spiegelt diese dynamische Vision wider, indem sie mehrere Initiativen und Überlegungen an der Schnittstelle zwischen Forschung, klinischer Praxis und Innovation in den Vordergrund rückt.

In dieser Ausgabe beleuchtet Tiia Snäka von der Clinical Trial Unit des Swiss Medical Network gemeinsam mit ihren Kollegen einen wichtigen Wendepunkt in der Forschung zu Krebsimpfstoffen: Ihr wahrer klinischer Wert liegt eher in kombinierten Strategien als in der isolierten Anwendung. Durch die Abstimmung der Impfung auf die optimalen immunologischen Zeitfenster und ihre Integration in Standardtherapien eröffnet dieser Ansatz neue Perspektiven für nachhaltigere und wirksamere Antitumor-Reaktionen bei soliden Tumoren.

Bei seinem zweiten Besuch in der Clinique de Genolier trug Professor Roberto Orecchia dazu bei, die strategische Partnerschaft zwischen dem Swiss Medical Network und dem Europäischen Institut für Onkologie in Mailand weiter zu stärken, wobei der Schwerpunkt auf klinischer Forschung, translationaler Onkologie, personalisierten Impfstoffen, Radio-Onkologie und Theranostik lag. In diesem Newsletter zeigen wir auf, wie dieses Treffen darauf abzielte, konkrete Möglichkeiten für gemeinsame klinische Studien und F&E-Projekte zu identifizieren und gleichzeitig die Koordination zwischen der Abteilung für klinische und translationale Forschung, dem Genolier Innovation Hub und den Onkologie-Teams innerhalb der Partnerschaft zu stärken.

Burn-out in der Onkologie ist nicht nur eine Frage individueller Erschöpfung: Es kann die Versorgungsqualität, die berufliche Zufriedenheit und die Mitarbeiterbindung beeinträchtigen. In einem kürzlich in «JCO Oncology Practice» veröffentlichten Artikel hebt Alexandru Eniu die Rolle des «Impostor-Syndroms» und des unangemessenen Perfektionismus beim Burn-out von Fachkräften in der Onkologie hervor. Er betont damit die Notwendigkeit, sowohl am Arbeitsumfeld als auch an den psychologischen Faktoren anzusetzen, die medizinisches Fachpersonal anfälliger machen.

Schliesslich beleuchtet dieser Newsletter einen bedeutenden Fortschritt der modernen Onkologie: die Theranostik, die Diagnose und gezielte Krebsbehandlung in einem einzigen molekularen Ansatz vereint. Diese Innovation ist in der Clinique de Genolier verfügbar, getragen von Dr. Antoine Leimgruber und dem Team für Nuklearmedizin von Swiss Theranostics, die die Patienten bei diesem neuen Ansatz begleiten werden, der präziser und besser an die jeweilige Situation angepasst ist. 

Individuell angepasste Krebsimpfstoffe: Auf dem Weg zu einer neuen Generation von Kombinationstherapien

Besuch in der Clinique de Genolier bei Professor Roberto Orecchia, Gastprofessor am Europäischen Institut für Onkologie in Mailand, Italien, am 7. Mai.

Burnout in der Onkologie: Mehr als nur Arbeitsbelastung

Diagnose für eine bessere Behandlung: Die theranostische Revolution hält auch in Ihrer Nähe Einzug

Unsere Referenten

Clinique de Genolier

Dr. med. Alexandru Eniu

Spezialisierung
Krebstherapien und Onkologie, Brustkrebs, Senologie (Mamma-Diagnostik)
Clinique de Genolier

Dr. med. Antoine Leimgruber

Spezialisierung
Nuklearmedizin, Radiologie