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06.05.2026

Settimanale Azione - Impfstoffe: Geschichte, Zweifel und Eigenverantwortung

Man muss weiterhin darüber sprechen, denn je mehr Krankheiten verschwinden, desto mehr nimmt das Risikobewusstsein ab

In den letzten Jahren sind Impfstoffe wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gerückt. Die Covid-19-Pandemie hat das Bewusstsein für ihre Bedeutung geschärft, aber auch Zweifel und Fehlinformationen verstärkt, bekannt als „Impfskepsis“, also das Zögern oder die Weigerung, sich impfen zu lassen, obwohl Impfstoffe verfügbar sind. Dieses Phänomen bereitet dem Gesundheitswesen Sorge, denn wenn das Risikobewusstsein für Krankheiten abnimmt, steigt die Gefahr, dass Prävention unterschätzt wird. Im Jahr 2024 waren laut WHO und UNICEF weltweit über 14 Millionen Kinder völlig ungeschützt gegen vermeidbare Krankheiten. Auch die Durchimpfungsrate gegen Masern bleibt unter der für die Verhinderung von Epidemien erforderlichen Schwelle von 95 %: Mehr als 30 Millionen Kinder sind somit unzureichend geschützt, und die Folgen sind bereits sichtbar: In der europäischen Region verzeichnete die WHO im Jahr 2024 über 127.000 Masernfälle, die höchste Zahl der letzten 25 Jahre.

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